Gemeine Hasel

Veröffentlicht am 7. Februar 2026 um 22:10

Die Heilkraft der Hasel-Kätzchen

Die Hasel-Kätzchen, die im Frühling blühen, sind nicht nur ein Blickfang sondern auch heilsam. Diese zarten, gelben Blüten sind ein wichtiger Bestandteil der traditionellen Kräutermedizin. Die entzündungshemmenden und adstringierenden Eigenschaften machen sie beliebt bei Erkältungen und Hautirritationen. Zudem stärkt der Genuss von Tees aus getrockneten Kätzchen das Immunsystem. Entdecken Sie die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten und wohltuenden Effekte dieser kraftvollen Blüten.

 

Steckbrief

Botanischer Name: Corylus avellana

Deutscher Name: Gemeine Hasel

Familie: Birkengewächse (Betulaceae)

Gattung: Hasel (Corylus)

Art: Gemeine Hasel

Weitere Synonyme/Volksnamen: Gewöhnliche Hasel, Haselnuss, Haselstrauch, Wald-Hasel (Zusätzlich existieren regionale Volksnamen, die oft weniger bekannt sind.)

Blätter: Blattstiele sind 5-15 mm lang und drüsig behaart. Die Blätter erreichen eine Länge von 6-10 cm und sind fast ebenso breit. Die Oberseite ist stumpfgrün, die Unterseite weist auf den größeren Blattnerven eine Behaarung auf. Im Herbst zeigen sich die Blätter in einem schönen Gelb- bis Gelbbraunton.

Blüten & Blütenfarbe: Männliche Kätzchen erreichen eine Länge von 8-10 cm, während die weiblichen Blüten unscheinbar sind. Nur die roten, winzigen Narben sind aus der schützenden Zweigknospe sichtbar.

Hauptblütezeit: Februar bis April, manchmal bereits ab Januar.

Früchte/Samen: Die Nussfrüchte sind 16-18 mm lang und wachsen in Gruppen von 1-3. Sie ragen aus dem Fruchtbecher heraus.

Fruchtreife/Erntezeit: September/Oktober.

Wuchsform: Sommergrüner, meist vielstängeliger Strauch.

Wuchshöhe: Bis zu 6 Meter.

Typisch: Großgewachsener, oft breitwüchsiger Strauch, blüht vor dem Blattaustrieb – ein typischer Frühblüher.

Rinde/Borke: Die Rinde älterer Äste ist glänzend dunkelbraun und weist hellere Korkwarzen auf.

Alter: Bis zu 80 Jahre.

Sammelgut/essbare Teile: Blätter, Blütenkätzchen, Nüsse.

Energiereiche Teile: Nüsse.

Inhaltsstoffe: Die Nüsse sind reich an verschiedenen pflanzlichen Fetten und Ölen. Haselnüsse enthalten hochwertiges Eiweiß sowie die Vitamine A, B, C und E, zudem Kohlenhydrate und Mineralstoffe wie Phosphor, Magnesium, Kalium und Eisen.

Geschichten und Sagen von wilden Haseln

Die Hasel, ein vielseitiger Baum, ist nicht nur für seine feinen Nüsse bekannt, sondern auch für die vielen Geschichten und Sagen, die sich um ihn ranken. In der Schweiz hat die wilde Hasel einen besonderen Stellenwert in der Folklore. Oft wird sie mit der Hexerei und alten Bräuchen in Verbindung gebracht. Man sagt, dass die Hasel einen besonderen Schutz bietet und als Wegweiser in der Natur dient. Die Zweige der Hasel gelten als magisch und wurden früher gerne für die Weissagung verwendet. Wer mit einem Haselzweig über den Boden zog, konnte angeblich Wasseradern finden. In den Geschichten der alten Volkskunde lernen wir auch von den Tieren, die unter den schützenden Ästen der Hasel leben. Der Eichelhäher und der Haselmaus sind nur zwei Beispiele für die Fauna, die eng mit diesem Baum verbunden sind. In den dunklen Waldungen, wo dieses Gehölz wächst, erzählen sich die Menschen Geschichten von nächtlichen Abenteuern und geheimen Treffen unter dem Haselbaum. Es heißt, dass der Besitz einer Haselnuß Glück bringt und der Baum die Verbindung zwischen der Erde und dem Himmel symbolisiert. Diese alten Geschichten zeugen von der tiefen Verwurzelung der Hasel in der Schweizer Kultur und ihren mystischen Eigenschaften.

Aschenputtel und der gemeine Hasel

Die Geschichte von Aschenputtel, bekannt für ihre Bescheidenheit und ihren Glauben ans Gute, inspiriert Generationen. In einer modernen Adaption spielt der gemeine Hasel eine zentrale Rolle. Mit seinen robusten Zweigen und heilenden Eigenschaften symbolisiert er Stärke und Neuanfang. Der gemeine Hasel unterstützt Aschenputtel, ihre Träume zu verwirklichen, indem er ihr Weisheit und Mut schenkt. Seine kraftvolle Präsenz begleitet sie auf ihrem Weg zum Glück, und gemeinsam überwinden sie Hindernisse. Diese Verbindung zwischen einem zeitlosen Märchen und einem Symbol der Natur zeigt, dass selbst kleine Dinge große Veränderungen bewirken können. Aschenputtel beweist, dass wahre Magie im Glauben an sich selbst und in der Unterstützung der Natur liegt.

Sage Haselwurm 

Die Sage vom Haselwurm und der gemeinen Hasel entführt uns in die mystischen Wälder der Schweiz, wo alte Geschichten lebendig werden. In diesen Erzählungen wird der Haselwurm oft als ein geheimnisvolles Geschöpf beschrieben, das in den Wurzeln der Haselbäume lebt. Dieses Wesen soll die Kraft haben, die Natur zu beeinflussen und die Geschicke der Menschen zu lenken. 

 

 

Der Haselstrauch

ist eine sehr alte Pflanzenart. Fossile Blattabdrücke belegen, dass bereits vor Millionen von Jahren, während des Tertiärs, ähnliche Formen des Hasels existierten. Auch Funde aus der Jungsteinzeit weisen darauf hin, dass die Menschen zu dieser Zeit die Früchte des Hasels, die Haselnüsse, bereits verzehrten. Heute ist der blühende und fruchtende Haselnussstrauch weithin bekannt. Im späten Herbst bildet der Hasel die männlichen Blütenstände, die im Winter ihren gelb gefärbten Pollen abgeben. Zu Beginn des nächsten Herbstes reifen die Haselnüsse heran.

Bereits in der Antike wurde der Hasel für eine Vielzahl medizinischer Zwecke eingesetzt. Man empfahl die Haselnuss zur Linderung von Impotenz und Hustenreiz. Zerstoßene Haselnüsse, vermischt mit Bärenfett, wurden auf die Kopfhaut aufgetragen, da man diese Mischung für ein effektives Mittel zur Förderung des Haarwuchses hielt. Zudem behauptete man, Anwendungen mit Hasel hätten schmerzlindernde Wirkungen bei Nierenkoliken. Auch als Nahrungsmittelergänzung erfreute sich die Haselnuss großer Beliebtheit, da sie nahrhaft und stärkend ist.

Sie wirkt entgiftend, Blutreinigend und immunstärkend. Abgesehen von der Regulierung des Blutdrucks trägt sie zur Beruhigung des Magen- Darmtraktes bei. Ihre wertvollen Inhaltsstoffe helfen zusätzlich bei Hautausschlägen, Akne, Dermatitis und Ekzemen. Weiters verhilft sie zur schnelleren Wundheilung und bringt kleine Blutungen zum stoppen.

Sie ist entzündungshemmend und besonders hilfreich bei Atemwegsinfektionen.

Anwendung

getrocknete Blätter als Tee aufgiessen. Mindestens 10min. ziehen lassen

frische Blätter waschen, mit einem Nudelholz überrollen, damit die Gerbstoffe freigesetzt werden können, in einen Krug mit kaltem Wasser geben und über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Morgen abseihen und den Powerdrink geniessen.

Blätter als Umschlag äusserlich anwenden, indem man entweder einen Teesud bereitet und ein Mulltuch darin tränkt, welches man auf die betroffene Hautstelle auflegt. Öfter anwenden und darauf achten, dass das Tuch feucht bleibt. Auch sehr gut bei Hämorriden anwendbar.

Oder: ganze Blätter mit einem Nudelholz überrollen, nass machen, direkt auf die Haut auflegen und ein ein nasses Tuch darüber geben. 

Bei Atemwegserkrankungen Haselnusssud inhalieren.

Dem Geist der Hasel wird zusätzlich eine starke Magie zugesagt. Sie soll bewusstseinserweiternd wirken und ihr Rauch die Tore zu übersinnlichen Erfahrungen öffnen.

Als Räucherung bei einer Meditation hilft sie, Zugang zum höheren Selbst und somit zur inneren Weisheit zu finden.

 

 

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